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Mark Lanegan ist ein Sänger und Songwriter, der sowohl allein, mit seiner Band oder als Frontmann von Screaming Trees auf der Bühne stand. Sein letztes Solalbum „Straight Songs of Sorrow“ wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht. Zwischendurch folgte ein Absturz in den Drogensumpf. Nun hat er seine Autobiografie mit dem Titel „Alles Dunkel dieser Welt“ veröffentlicht. Heyne Hardcore hat das Buch veröffentlicht.

Er hätte der Jim Morrison unserer Zeit sein können. Ausgestattet mit einer unverwechselbaren Stimme und Charisma, stieg Mark Lanegan Anfang der Neunzigerjahre mit seiner Band The Screaming Trees zu einer der Topbands der Grunge-Ära auf. Um dann umso tiefer abzustürzen. Drogensucht, Obdachlosigkeit und Straßenkriminalität waren die Folge. Doch während viele seiner Freunde wie Kurt Cobain das Jahrzehnt nicht überlebten, gelang Lanegan die Rückkehr auf die Bühne.

Ich muss zugeben, vor der Lektüre des Buches kannte ich weder Mark Lanegan, noch die Band Screaming Trees, Grunge ist weitestgehend an mir vorbeigegangen. Allerdings mag ich Biografien und so habe ich mich in das Buch gestürzt, ein Sprung ins kalte Wasser sozusagen. Mark Lanegan beschreibt wie die Musik eine Flucht aus einer nicht wirklich schönen Kindheit war, die ersten Erfolge, die Drogensucht, die immer schlimmer wurde und sein Leben bestimmt hat, Beschaffungskriminalität bis hin zur Rettung durch jemanden, der seine Entziehung finanziert und seinen steinigen Weg zurück auf die Bühne. Das berührt durchaus auch, wenn man wie ich mit der Musik nichts anfangen kann. Ein Hauch von schwarzem Humor, der sich durchs Buch zieht, macht das Lesen noch angenehmer. Sehr zu empfehlen.

Hardcover / Heyne Hardcore / 448 Seiten / € 24.-