Wenn ein Milliardär auf eine Frau trifft, die sich von seinem Reichtum nicht beeindrucken lässt – das ist eine der bewährtesten Formeln des romantischen Unterhaltungskinos. One Gate Media bündelt mit dieser Double Feature Box gleich zwei Variationen dieses charmanten Rezepts, die trotz ihrer Ähnlichkeiten auf ihre eigene Weise funktionieren und gemeinsam ein kurzweiliges Doppelpack für alle Liebhaber gepflegter Romantic-Comedy-Unterhaltung ergeben.
Film 1: Die Schöne und der Milliardär
St. Martin als romantische Bühne
Die Ausgangssituation ist klassisch und funktioniert genau deshalb: Addison Burke ist keine Karrieristin, die auf Abenteuerkurs ist, sondern eine Frau mit echtem Herz, die für ihren Bruder Pete einen ungeliebten Gefallen übernimmt. Dieser kleine, aber wichtige Zug verleiht der Figur sofort Sympathiepotenzial. Man versteht sie, bevor sie auch nur ein Wort mit dem schwierigen Justin Ross gewechselt hat.
Und Justin Ross ist zunächst genau das, was das Genre verlangt: anspruchsvoll, ungeduldig, in seiner eigenen Welt gefangen. Die Dienstreise nach St. Martin liefert die perfekte Kulisse für das klassische Aufeinandertreffen zweier Menschen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen wollen – und genau deshalb unweigerlich zueinanderfinden. Türkisfarbenes Wasser, luxuriöse Unterkünfte, und mittendrin zwei Menschen, die ständig aneinandergeraten: Das Drehbuch nutzt diesen Kontrast zwischen Idylle und Reibung mit leichter Hand.
Was den Film auszeichnet, ist sein Rhythmus. Die Konflikte zwischen Addison und Justin eskalieren nie zur Unglaubwürdigkeit, sondern bleiben in jenem liebenswürdigen Bereich, in dem man als Zuschauer weiß, wohin die Reise geht – und trotzdem mitfiebert. Die Entwicklung von der erzwungenen Zusammenarbeit zur echten Zuneigung ist charmant erzählt und lässt sich wunderbar entspannt genießen.
Kurzurteil: Leicht, sonnig und herzerwärmend. Ein gelungener Auftakt für die Box.
Film 2: Die Schöne und der Milliardär – Bali
Tiefgang unter Palmen
Der zweite Film legt die Messlatte in einer Hinsicht etwas höher: Mit Ivy Miller steht eine Ärztin im Mittelpunkt, die nicht aus familiärer Pflicht in eine unbequeme Situation gerät, sondern aus echtem Engagement für andere Menschen auf Bali lebt und arbeitet. Das gibt der weiblichen Hauptfigur von vornherein mehr Profil und Eigenständigkeit.
Dylan Donnelly tritt als milliardenschwerer Förderer auf, dessen Erscheinen Ivy zunächst als das wahrnimmt, was es oberflächlich ist: eine PR-Aktion im eigenen Interesse. Dieses anfängliche Misstrauen ist gut begründet und gibt dem Film eine etwas ernsthaftere Grundtextur als dem ersten Teil. Die luxuriöse Villa als temporäres gemeinsames Zuhause funktioniert als schöner Gegensatz zur bescheidenen, gemeinnützigen Arbeit der Klinik.
Bali ist dabei mehr als nur dekoratives Beiwerk. Die üppige Vegetation, die spirituelle Atmosphäre der Insel und die Schönheit der Landschaft schaffen einen Rahmen, der der sich entfaltenden Liebesgeschichte eine fast märchenhafte Qualität verleiht. Dass die Liebe zwischen Ivy und Dylan schließlich auf die Probe gestellt wird, verleiht dem Film in seinem letzten Akt etwas mehr emotionales Gewicht als man von einem solchen Unterhaltungsfilm erwarten würde – und das ist durchaus positiv gemeint.
Kurzurteil: Etwas substanzreicher als Teil eins, mit einer stärkeren Hauptfigur und einer Liebesgeschichte, die sich ihren Happy End redlich verdient.
Die Double Feature Box von One Gate Media
One Gate Media präsentiert beide Filme in einer übersichtlichen und handlichen Box, die Fans des gepflegten Romantikunterhalters direkt anspricht. Bild- und Tonqualität entsprechen dem Standard des Genres: Die Traumkulissen von St. Martin und Bali kommen farbenfroh und klar zur Geltung, was bei Filmen, die so stark von ihrer visuellen Atmosphäre leben, kein unwichtiges Detail ist. Sonnenlicht, Meer und tropisches Grün – das alles sieht auf dem heimischen Bildschirm so einladend aus, wie es soll.
Die Box eignet sich hervorragend als Geschenkidee für alle, die romantische Filmabende mögen, und bietet mit zwei thematisch verwandten, aber nicht redundanten Filmen einen echten Mehrwert gegenüber dem Einzelkauf.