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Mit „Ich lieb’s“ legt Alexander Herrmann im DK Verlag ein Kochbuch vor, das weit mehr ist als eine bloße Rezeptsammlung. Es ist eine kulinarische Autobiografie, ein Rückblick auf über 30 Jahre Kochkarriere und zugleich ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Genuss. Schon beim Durchblättern wird deutlich, dass dieses Buch von einer tiefen persönlichen Handschrift geprägt ist: Herrmann öffnet seine Küche, seine Erinnerungen und seinen Geschmack und lädt die Leserinnen und Leser ein, wirklich „zu Tisch bei Alexander Herrmann“ Platz zu nehmen.


Die 120 Rezepte, die er hier versammelt, sind seine ganz persönlichen Favoriten – Gerichte, die ihn geprägt haben, die für Heimat stehen, aber auch für Neugier, Kreativität und den Mut zur Weiterentwicklung. Klassische fränkische Küche trifft auf moderne Sterneküche, Bodenständigkeit auf Raffinesse. So stehen etwa Rinderrouladen nach „Oma Hertha Style“ selbstbewusst neben feinen Kreationen wie Huhn mit Trüffeln und Apfelchutney. Diese Kombination wirkt nie beliebig, sondern folgt einer klaren Idee: gutes Essen soll berühren, Erinnerungen wecken und gleichzeitig inspirieren.


Besonders überzeugend ist die konsequente Alltagstauglichkeit der Rezepte. Trotz Sternekoch-Niveau sind die Gerichte so konzipiert, dass sie problemlos in der heimischen Küche gelingen. Herrmann versteht es, komplexe Aromen verständlich zu erklären und seine Erfahrung weiterzugeben. Geschmacksgeheimnisse, Grundrezepte im Stil einer kleinen Kochschule sowie zahlreiche Hacks und Küchentricks vermitteln Sicherheit und nehmen die Scheu vor anspruchsvolleren Gerichten. Dadurch richtet sich das Buch gleichermaßen an ambitionierte Hobbyköche wie an Profis, die neue Impulse suchen.


Inhaltlich wie emotional lebt „Ich lieb’s“ von der spürbaren Freude am Kochen. Herrmann setzt nicht allein auf Perfektion, sondern auf Bauchgefühl, Leidenschaft und den Spaß am Experimentieren. Die Rezepte sind vielfältig, reichen von kreativen Salaten über herzhafte Gemüse-, Knödel- und Pastagerichte bis hin zu Fisch- und Fleischgerichten mit feinem Sterneküchen-Charakter. Dabei bleibt stets der Gedanke präsent, dass Genuss nichts Abgehobenes sein muss, sondern etwas zutiefst Menschliches ist.


Als wohl persönlichstes Buch von Alexander Herrmann in den letzten Jahren überzeugt „Ich lieb’s“ durch Authentizität, Wärme und handwerkliche Qualität. Es ist ein Kochbuch, das nicht nur satt macht, sondern inspiriert, motiviert und Lust darauf weckt, selbst den Kochlöffel in die Hand zu nehmen. Ein echtes Muss für alle, die gutes Essen lieben und Kochen nicht nur als Technik, sondern als Ausdruck von Lebensfreude verstehen.