Mirage 7 (PS5) – Review
Entwickler: Drakkar Dev | Publisher: Blowfish Studios | Release: 6. März 2026
Zwischen Wüstensand und Sciencefiction
Mirage 7 ist ein düsteres Action-Adventure des italienischen Studios Drakkar Dev, das orientalische Märchenästhetik mit Science-Fiction-Elementen verbindet. Ein ambitioniertes Konzept – doch hält das Spiel, was es verspricht?
Story: Ein Märchen mit doppeltem Boden
Die Geschichte dreht sich um Nadira, eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Hauseidechse Jiji durch endlose Wüstenlandschaften zieht. Ihr Ziel ist der legendäre Mondpalast, wo die geheimnisvolle Prinzessin Taishma residieren soll – die einzige Person, die Nadiras verstorbene Schwester wieder ins Leben zurückbringen kann.
Was zunächst wie ein klassisches Märchenabenteuer wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas weitaus Seltsamem. Mitten in der Welt aus Tausendundeiner Nacht tauchen plötzlich abgestürzte Drohnen, Militäranlagen und Verweise auf das mysteriöse „Projekt Mirage" auf. Diese Kollision zweier Welten funktioniert überraschend gut und sorgt dafür, dass man neugierig bleibt – selbst wenn die Erzählung nicht immer rund läuft.
Gameplay: Rätsel glänzen, Kampf enttäuscht
Das eigentliche Herzstück des Spiels sind die Rätsel. Schon früh gelangt man in einen weitläufigen Tempel mit mehreren Räumen über zwei Etagen, in dem man gut und gerne ein paar Stunden verbringen kann. Gegenstände lassen sich kombinieren oder aufteilen, und Nadira gibt nach einer Weile hilfreiche Hinweise, wenn man mal feststeckt – eine willkommene Geste, die den Spielfluss aufrecht erhält, ohne alles zu leicht zu machen.
Jiji ist dabei mehr als nur ein niedlicher Begleiter: Die Eidechse schlüpft durch Spalten, hält Skorpione auf Abstand und kann per Fähigkeit alle interagierbaren Objekte in der Umgebung hervorheben. Ein cleveres Gameplay-Element, das die Erkundung bereichert.
Der Kampf hingegen trübt das Erlebnis spürbar. Das Nahkampfsystem wirkt veraltet: Das Zielsystem arbeitet unzuverlässig, die Ausweichrolle bringt die Kamera durcheinander, und die Animationen sind wenig beeindruckend. Jeder Kampf läuft nach demselben Muster ab – zustechen, ausweichen, wiederholen. Zum Glück ist das Kämpfen nicht der Mittelpunkt des Spiels, aber störend ist es trotzdem.
Atmosphäre & Präsentation
Wo Mirage 7 wirklich punktet, ist seine Atmosphäre. Das orientalische Setting hebt sich wohltuend vom typischen AAA-Einheitsbrei ab, und wer frühere Abenteuer wie die klassischen Tomb-Raider-Teile in guter Erinnerung hat, wird sich hier stellenweise an vergangene Zeiten erinnert fühlen. Grafisch bleibt das Spiel zwar bescheiden, doch die künstlerische Handschrift ist unverkennbar.
Fazit
Mirage 7 ist ein sympathisches Indie-Abenteuer mit einer originellen Prämisse, stimmungsvoller Atmosphäre und cleveren Rätseln. Wer jedoch ein ausgefeiltes Kampfsystem erwartet, wird enttäuscht sein. Das Spiel richtet sich klar an Fans narrativer Adventures und klassischer Rätselspiele – für alle anderen bleibt es ein Geheimtipp mit spürbaren Ecken und Kanten.
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