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Slaughter: The Lost Outpost – Ausbruch aus der Hölle im Metroidvania-Gewand


Slaughter: The Lost Outpost entführt in eine trostlose Welt, in der Anarchie und Gesetzlosigkeit herrschen. Nachdem rücksichtslose Banditen und Schläger aus einem riesigen Gefängniskomplex ausgebrochen sind, haben sich rivalisierende Gangs gebildet, die sich erbitterte Machtkämpfe um die Kontrolle des Areals liefern. Mittendrin steckt Held Russell, der sich in diesem Chaos wiederfindet und ums nackte Überleben kämpft – gelingt ihm kein Weg aus der Anlage, droht ihm ein Schicksal als Sklave. So bleibt Russell nichts anderes übrig, als sich zu bewaffnen und sich seinen Weg in die Freiheit regelrecht freizuschießen. Auf dieser Reise begleiten die Spielenden ihn dabei, nach und nach zu enthüllen, was in dieser bizarren Anlage tatsächlich vor sich geht, treffen auf Verbündete und decken dunkle Geheimnisse auf, die tief in den Mauern des weitläufigen Komplexes verborgen liegen.


Third-Person-Shooter trifft Metroidvania


Spielerisch positioniert sich der Titel als Mischung aus klassischem Third-Person-Shooter und Metroidvania-Ansatz. Statt linearer Levelabschnitte warten großzügig angelegte, verschachtelte Areale darauf, erkundet zu werden, samt zahlreicher Abzweigungen, Umwege und versteckter Ecken, die sich erst nach und nach erschließen. Dokumente und Tagebucheinträge, die über den gesamten Komplex verteilt sind, geben dabei häppchenweise Aufschluss über die Hintergründe der Ereignisse und sorgen so für eine gewisse erzählerische Motivation, die über das reine Vorwärtskommen hinausgeht.


Bewaffnung als zentrales Spielelement


Ein wesentlicher Bestandteil des Fortschritts ist die Suche nach Waffen und Ausrüstung, die im Verlauf des Spiels gefunden und aufgewertet werden können und spürbaren Einfluss auf den Spielverlauf nehmen. Die Auseinandersetzungen mit den zahlreichen Gegnern, denen Russell auf seinem Weg begegnet, verlangen dabei jeweils eigene taktische Herangehensweisen, da sich die Bedrohungen deutlich voneinander unterscheiden und stumpfes Draufhalten allein nicht immer zum Ziel führt.


Fazit


Slaughter: The Lost Outpost verbindet ein einfaches Gefängnisausbruch-Szenario mit einer für sein Genre angenehm ambitionierten Struktur aus Third-Person-Shooter und Metroidvania-Erkundung. Die weitläufigen, verschachtelten Areale mit ihren zahlreichen Verstecken und Abzweigungen sorgen für Entdeckerfreude, während die auf Waffenfunde und -upgrades ausgelegte Progression zusätzliche Motivation liefert, sich tiefer in den Komplex vorzuwagen. Wer auf der Suche nach einer unkomplizierten, aber spielerisch abwechslungsreichen Ballerei mit erzählerischem Unterbau ist, findet in Russells Ausbruchsversuch einen soliden Zeitvertreib.