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Kaum ein modernes Rollenspiel hat das Genre so nachhaltig geprägt wie The Witcher 3: Wild Hunt. Das 2015 veröffentlichte Abenteuer von CD PROJEKT RED gilt bis heute als Meilenstein des Open-World-Rollenspiels und hat mit seiner riesigen Spielwelt, seinen hervorragend geschriebenen Charakteren und den zahlreichen Entscheidungen, die tatsächlich Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben können, Maßstäbe gesetzt. Mit The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered kehrt das Abenteuer nun erneut auf die PlayStation 5 zurück. Dabei beschränkt sich die Neuauflage nicht auf eine simple technische Auffrischung, sondern kombiniert eine verbesserte Präsentation mit zahlreichen Anpassungen an Bedienung, Kamera, Kampfsystem, Fähigkeiten und Komfortfunktionen. Wer bereits mit Geralt von Riva unterwegs war, bekommt dadurch eine modernisierte Variante eines bekannten Abenteuers, während Neueinsteiger eine hervorragende Möglichkeit erhalten, die Welt des Hexers kennenzulernen.


Im Mittelpunkt steht natürlich weiterhin Geralt von Riva, einer der bekanntesten Hexer überhaupt. Als professioneller Monsterjäger zieht er durch eine vom Krieg gezeichnete Welt, nimmt Aufträge an, untersucht mysteriöse Vorkommnisse und verdient sein Geld mit dem Töten von Kreaturen. Gleichzeitig verfolgt Geralt ein persönliches Ziel, denn seine Suche nach seiner Ziehtochter Ciri bildet den roten Faden der Geschichte. Ciri wird von der Wilden Jagd verfolgt, und ihre Verbindung zu Geralt sorgt dafür, dass aus einer zunächst persönlichen Suche bald ein Konflikt von gewaltigen Ausmaßen wird.


Was The Witcher 3 dabei von vielen anderen Rollenspielen unterscheidet, ist die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Geralt ist kein strahlender Held, der jedes Problem lösen kann und bei dem von Anfang an klar ist, welche Entscheidung die richtige ist. Stattdessen bewegt er sich in einer Welt voller Grauzonen. Menschen können grausamer sein als Monster, vermeintliche Bösewichte haben ihre eigenen Beweggründe und eine gut gemeinte Entscheidung kann später ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen. Genau diese moralischen Zwischentöne machen einen großen Teil des Reizes aus.


Die Hauptgeschichte ist umfangreich, doch mindestens ebenso interessant sind die zahlreichen Nebenquests. Viele Aufgaben beginnen zunächst völlig unspektakulär. Geralt soll beispielsweise eine vermisste Person suchen, ein Monster erledigen oder einen Auftraggeber bei einem Problem unterstützen. Nicht selten entwickelt sich daraus jedoch eine wesentlich größere Geschichte mit eigenen Charakteren, überraschenden Wendungen und schwierigen Entscheidungen. Dadurch wirken die Nebenaufgaben nicht wie bloße Beschäftigungstherapie, sondern sind häufig kleine Geschichten, die problemlos mit der Haupthandlung mithalten können.


Auf der PlayStation 5 präsentiert sich die Welt des Hexers nun in einer deutlich überarbeiteten Form. Schon das ursprüngliche Spiel konnte mit seinen Landschaften beeindrucken, doch die Remastered-Version holt noch einmal mehr aus der Welt heraus. Überarbeitete Texturen, verbesserte Beleuchtung, detailliertere Schatten und zahlreiche grafische Anpassungen lassen die Spielwelt wesentlich moderner wirken. Besonders bei Vegetation, Gebäuden, Charakteren und unterschiedlichen Oberflächen sind die Verbesserungen deutlich zu erkennen.


Vor allem die Beleuchtung trägt viel zur Atmosphäre bei. Sonnenstrahlen fallen durch die Bäume, Nebel liegt über den Sümpfen, Fackeln erhellen dunkle Innenräume und Regen verwandelt Wege und Straßen in matschige Pfade. Zusammen mit dem wechselnden Wetter und dem dynamischen Tageszeitenwechsel entsteht eine Welt, die sich ständig verändert. Gerade bei Nacht oder während eines heftigen Unwetters kann die Umgebung eine beeindruckend düstere Stimmung entwickeln, die hervorragend zum Hexer-Universum passt.


Auch die Charaktermodelle profitieren von der technischen Überarbeitung. Gesichter wirken detaillierter, Kleidung und Rüstungen weisen mehr Feinheiten auf und verschiedene Materialien werden überzeugender dargestellt. Das fällt insbesondere während längerer Dialoge auf, denn The Witcher 3 verbringt viel Zeit damit, seine Figuren miteinander sprechen zu lassen. Dadurch wirkt die ohnehin schon starke Inszenierung noch etwas zeitgemäßer.


Auf der PS5 kann man weiterhin zwischen unterschiedlichen Darstellungsarten wählen, wodurch sich entscheiden lässt, ob eine besonders flüssige Darstellung oder eine aufwendigere grafische Präsentation im Vordergrund stehen soll. Gerade im Kampf spielt eine hohe Bildrate ihre Vorteile aus. Geralt reagiert direkter auf Eingaben und schnelle Bewegungen wirken deutlich geschmeidiger. Wer dagegen besonderen Wert auf Beleuchtung und grafische Effekte legt, kann sich für die aufwendigere Darstellung entscheiden.


Die technische Überarbeitung beschränkt sich allerdings nicht auf die Grafik. Auch bei den Animationen wurde nachgebessert. Bewegungen von Geralt wirken flüssiger und verschiedene Aktionen wurden angepasst. Das betrifft unter anderem Sprünge, das Überwinden von Hindernissen und Bewegungen während des Kampfes. Auch das Reiten mit Plötze wurde überarbeitet. Auf- und Absteigen sowie bestimmte Bewegungen des Pferdes wirken natürlicher und die Steuerung wurde an verschiedenen Stellen verbessert.


Gerade Plötze ist ein wichtiger Bestandteil des Abenteuers. Die Welt ist riesig, und wer nicht gerade zu Fuß unterwegs sein möchte, nutzt Geralts treues Pferd. Auch wenn Plötze gelegentlich noch immer ihren eigenen Kopf zu besitzen scheint, ist das Reiten insgesamt angenehm und ermöglicht es, größere Entfernungen wesentlich schneller zurückzulegen. Gleichzeitig lohnt es sich aber immer wieder, abzusteigen und die Umgebung zu erkunden, denn überall können neue Aufgaben, Gegner oder interessante Orte entdeckt werden.


Beim Kampfsystem bleibt The Witcher 3 seinem Grundprinzip treu. Geralt kann mit schnellen und schweren Schwertangriffen kämpfen, gegnerischen Attacken ausweichen, parieren und kontern. Hinzu kommen seine fünf Hexerzeichen, Bomben, Armbrust und zahlreiche alchemistische Möglichkeiten. Dadurch entsteht ein Kampfsystem, das zunächst recht leicht zugänglich ist, mit zunehmender Spieldauer aber immer mehr Möglichkeiten eröffnet.


Die Gegner wurden für die Remastered-Version an verschiedenen Stellen überarbeitet. Monster reagieren teilweise anders auf Geralt, bewegen sich angepasster und greifen dynamischer an. Dadurch wirken Kämpfe etwas moderner, ohne das bekannte Spielgefühl grundlegend zu verändern. Besonders bei größeren Gegnergruppen macht sich die verbesserte Reaktion bemerkbar.


Eine Stärke des Kampfsystems bleibt die Vorbereitung. Wer einfach nur mit dem Schwert auf jedes Monster losgeht, kann zwar viele Begegnungen gewinnen, verschenkt aber einen Teil der Möglichkeiten. Unterschiedliche Gegnerarten verlangen nach unterschiedlichen Strategien. Öle können die Wirkung der Schwerter verbessern, Bomben sorgen für zusätzliche taktische Möglichkeiten und auch die Hexerzeichen können je nach Situation entscheidend sein. Wer sich mit seinen Gegnern beschäftigt, wird schnell feststellen, dass das Spiel durchaus mehr Tiefe besitzt, als die ersten Kämpfe vermuten lassen.


Eine besonders auffällige Änderung betrifft das Fähigkeitensystem. Die verschiedenen Fähigkeiten wurden neu strukturiert und teilweise angepasst. Dadurch wirkt das System übersichtlicher und ermöglicht es, Geralt gezielter in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Ob man sich auf Schwertkampf, Zeichen, Alchemie oder eine Kombination verschiedener Bereiche konzentriert, bleibt dem eigenen Spielstil überlassen.


Für Rückkehrer bedeutet diese Änderung allerdings auch, dass bestehende Fähigkeiten angepasst werden müssen. Die Überarbeitung ist also nicht nur kosmetischer Natur. Wer einen älteren Spielstand übernimmt, sollte sich darauf einstellen, seine Charakterentwicklung erneut zu überprüfen und die verfügbaren Punkte entsprechend neu zu verteilen.


Auch die Kamera wurde verbessert. Für die Erkundung lässt sich eine näher am Geschehen liegende Perspektive verwenden, während die Kamera im Kampf dynamischer auf das Geschehen reagiert. Dadurch bekommt man eine bessere Übersicht und kann Gegner leichter im Blick behalten. Gerade in hektischen Kämpfen ist eine funktionierende Kamera enorm wichtig, denn nichts ist ärgerlicher, als einen Gegner aufgrund einer ungünstigen Perspektive aus den Augen zu verlieren.


Bei der Benutzeroberfläche hat CD PROJEKT RED ebenfalls angesetzt. Menüs und Karten wurden übersichtlicher gestaltet und verschiedene Funktionen lassen sich komfortabler bedienen. Das mag zunächst nach einer Kleinigkeit klingen, doch wer mehrere Dutzend Stunden oder sogar noch länger mit The Witcher 3 verbringt, wird solche Verbesserungen zu schätzen wissen. Schließlich verbringt man neben den eigentlichen Abenteuern viel Zeit mit Inventar, Karte, Quests, Fähigkeiten und Ausrüstung.


Auch das Plündern wurde komfortabler gestaltet. Beute lässt sich schneller aufnehmen und bestimmte Aktionen erfordern weniger umständliche Unterbrechungen. Gerade während längerer Erkundungstouren spart das Zeit und sorgt dafür, dass der Spielfluss weniger häufig unterbrochen wird.


Eine weitere sinnvolle Ergänzung ist die Möglichkeit, das Aussehen bestimmter Ausrüstung anzupassen. Dadurch kann man die Werte einer bevorzugten Rüstung behalten und gleichzeitig für ein anderes Erscheinungsbild sorgen. Wer also eine bestimmte Rüstung optisch schöner findet, aber auf die besseren Werte einer anderen Variante nicht verzichten möchte, bekommt mehr Freiheit bei der Gestaltung seines Geralts.


Überhaupt spielt Ausrüstung in The Witcher 3 eine wichtige Rolle. Schwerter, Rüstungen und andere Gegenstände lassen sich ständig verbessern oder austauschen. Hinzu kommen Runen, Verbesserungen, Tränke und zahlreiche weitere Möglichkeiten, Geralt an den eigenen Spielstil anzupassen. Das sorgt dafür, dass die Charakterentwicklung nicht ausschließlich über Erfahrungspunkte funktioniert.


Sehr viel Spaß macht auch der erweiterte Fotomodus. Die bereits vorhandene Funktion wurde deutlich ausgebaut und bietet nun wesentlich mehr Möglichkeiten, eigene Bilder zu gestalten. Figuren können für Fotos positioniert werden, verschiedene Gesichtsausdrücke und Posen stehen zur Verfügung und auch Tageszeit sowie Wetter lassen sich anpassen. Dadurch kann man sich auf die Suche nach besonders spektakulären Motiven machen und anschließend seine eigene kleine Szene inszenieren.


Gerade dafür bietet die Spielwelt mehr als genug Möglichkeiten. Von den verschneiten Bergen Skelliges über die engen Straßen Novigrads bis hin zu den düsteren Sümpfen und den zahlreichen Burgen und Ruinen gibt es unzählige Orte, die sich als Fotomotiv eignen. Wer gerne Screenshots erstellt, kann sich mit dem erweiterten Fotomodus entsprechend lange beschäftigen.


Auch die Barrierefreiheit wurde berücksichtigt. Verschiedene Optionen erlauben es, das Spielerlebnis stärker an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dazu gehören unter anderem Anpassungen beim Kampf, bei der Nutzung der Hexersinne und verschiedene Komfortfunktionen. Dadurch wird der Einstieg für Spieler erleichtert, die mit manchen der ursprünglichen Mechaniken weniger gut zurechtkommen.


Inhaltlich ist The Witcher 3 ohnehin ein gigantisches Abenteuer. Neben der Hauptgeschichte warten unzählige Nebenaufgaben, Monsteraufträge, Schatzsuchen und kleinere Ereignisse. Hinzu kommen Aktivitäten wie Pferderennen und natürlich das Kartenspiel Gwint. Gerade Gwint entwickelt sich für viele Spieler schnell zu einer eigenen kleinen Sucht, denn praktisch jeder passende Gegner kann zu einer Partie herausgefordert werden.


Die Welt selbst ist dabei vielleicht die größte Stärke des Spiels. Sie ist nicht einfach nur groß, sondern abwechslungsreich und mit zahlreichen Geschichten gefüllt. Man kann stundenlang einem Hauptquest folgen und trotzdem plötzlich an einem kleinen Dorf vorbeikommen, in dem eine völlig neue Geschichte auf den Spieler wartet. Ein verlassenes Haus, eine Höhle, ein zerstörter Bauernhof oder eine geheimnisvolle Ruine können jederzeit den nächsten Auftrag auslösen.
Dadurch fühlt sich die Welt glaubwürdig an. Nicht jeder Ort existiert ausschließlich für Geralt. Die Menschen gehen ihren eigenen Tätigkeiten nach, Händler öffnen ihre Geschäfte, Bewohner unterhalten sich und reagieren auf die Ereignisse in ihrer Umgebung. Gleichzeitig verändert sich die Welt abhängig von Geralts Entscheidungen. Das verstärkt das Gefühl, tatsächlich Einfluss auf das Geschehen zu haben.


Die Musik trägt ebenfalls erheblich zur Atmosphäre bei. Ruhige Stücke während der Erkundung wechseln sich mit intensiveren Klängen während der Kämpfe ab. Besonders die musikalische Untermalung von Skellige und den verschiedenen Naturgebieten bleibt im Gedächtnis. Zusammen mit den verbesserten Soundeffekten entsteht auf der PS5 eine sehr dichte Atmosphäre.


Auch der DualSense-Controller wird sinnvoll eingesetzt. Haptisches Feedback und adaptive Trigger sorgen dafür, dass sich bestimmte Aktionen direkter anfühlen. Das ist zwar kein Feature, das das Spiel völlig verändert, passt aber hervorragend zur modernen PS5-Umsetzung.


Natürlich ist auch die Remastered-Version nicht vollkommen frei von kleineren Eigenheiten. The Witcher 3 ist ein riesiges Open-World-Spiel mit einer enormen Menge an Figuren, Objekten, Animationen und Ereignissen. Entsprechend kann es auch weiterhin vorkommen, dass sich NPCs etwas merkwürdig bewegen, Figuren kurzzeitig miteinander kollidieren oder kleinere grafische Fehler auftreten. Solche Momente sind jedoch eher typische Begleiterscheinungen einer derart umfangreichen offenen Spielwelt und beeinträchtigen das eigentliche Abenteuer nur selten.


Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Remastered-Version nicht versucht, das ursprüngliche Spiel komplett neu zu erfinden. Die Geschichte bleibt unangetastet, die Charaktere sind dieselben und auch das grundlegende Spielprinzip wurde nicht auf den Kopf gestellt. Stattdessen wurden zahlreiche Schwachstellen und ältere Elemente modernisiert. Dadurch fühlt sich die Version vertraut an, obwohl sie gleichzeitig deutlich aktueller wirkt.


Für Spieler, die The Witcher 3 bislang noch nicht erlebt haben, ist das Abenteuer ohnehin ein riesiges Paket. Neben der Hauptkampagne gehören auch die beiden großen Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine zum Gesamtpaket. Damit bekommt man nicht nur die Geschichte um Ciri und die Wilde Jagd, sondern anschließend noch zwei weitere umfangreiche Abenteuer geboten.


Vor allem Blood and Wine erweitert die Spielwelt noch einmal erheblich und bietet mit Toussaint eine völlig andere Umgebung. Während viele Regionen des Hauptspiels von Krieg, Armut und einer düsteren Atmosphäre geprägt sind, wirkt Toussaint beinahe wie eine märchenhafte Gegenwelt. Trotzdem bleibt auch dort genügend Platz für die für The Witcher typische Mischung aus Humor, Gewalt, Intrigen und moralischen Entscheidungen.


Wer The Witcher 3 bereits auf der PS5 gespielt hat, erlebt dagegen kein komplett neues Spiel. Die grundlegende Geschichte und die Welt sind natürlich weiterhin dieselben. Der Unterschied liegt vielmehr in der Vielzahl der kleinen und größeren Verbesserungen. Die Grafik wirkt moderner, die Bedienung wurde komfortabler, das Fähigkeitensystem wurde angepasst, die Kamera arbeitet angenehmer und zahlreiche Funktionen wurden erweitert.


Gerade die Summe dieser Veränderungen macht den Reiz der Remastered-Version aus. Keine einzelne Neuerung würde allein ausreichen, um das gesamte Abenteuer neu zu definieren. Zusammen ergeben die Verbesserungen jedoch ein deutlich runderes Gesamtpaket. Das Spiel fühlt sich weniger wie ein Titel aus der Mitte der 2010er-Jahre an und mehr wie ein modernes Open-World-RPG.


Fazit


The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered beweist eindrucksvoll, dass auch ein bereits hervorragend gealtertes Rollenspiel von einer umfangreichen Überarbeitung profitieren kann. Die Entwickler haben nicht versucht, das ursprüngliche Abenteuer zwanghaft neu zu erfinden, sondern an vielen Stellen angesetzt, an denen eine Modernisierung tatsächlich sinnvoll ist. Die überarbeitete Grafik, die verbesserte Beleuchtung, flüssigere Animationen, die angepasste Kamera, das überarbeitete Fähigkeitensystem und die komfortablere Benutzeroberfläche sorgen dafür, dass sich Geralts Abenteuer auf der PS5 moderner und angenehmer spielen lässt.


Die größte Stärke bleibt aber auch in der Remastered-Version die eigentliche Welt. Die zahlreichen Geschichten, interessanten Charaktere und moralisch schwierigen Entscheidungen machen The Witcher 3 zu einem Rollenspiel, in dem man sich problemlos für viele Stunden verlieren kann. Dabei sind es gerade die Nebenquests, die immer wieder für Überraschungen sorgen und zeigen, wie viel Liebe zum Detail in der Spielwelt steckt.


Grafisch macht die PS5-Version ebenfalls einiges her. Wälder, Städte, Sümpfe, Burgen und Berge profitieren von der verbesserten Beleuchtung und den überarbeiteten Texturen. Zusammen mit Wettereffekten, Tageszeitenwechsel, Musik und Sound entsteht eine Atmosphäre, die auch nach vielen Jahren noch hervorragend funktioniert.


Die Remastered-Version ist damit keine komplette Neuinterpretation von The Witcher 3, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des bekannten Abenteuers. Wer Geralt bereits kennt, darf sich auf zahlreiche sinnvolle Verbesserungen freuen, während Neueinsteiger eines der umfangreichsten und atmosphärischsten Rollenspiele in einer technisch zeitgemäßen Version erleben können. Besonders durch die beiden Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine erhält man ein riesiges Gesamtpaket, das über viele Stunden hinweg beschäftigt.


The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered zeigt damit eindrucksvoll, warum Geralts Abenteuer auch Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung nichts von seiner Faszination verloren hat. Die Geschichte, die Charaktere und die Welt tragen das Spiel weiterhin, während die technischen und spielerischen Verbesserungen dafür sorgen, dass sich das Abenteuer auf der PS5 angenehm modern anfühlt. Für Fans des Hexers ist die Rückkehr nach Novigrad, Skellige und in die zahlreichen anderen Regionen des Kontinents damit eine willkommene Gelegenheit, erneut zum Schwert zu greifen.