Wenn sich eisige Landschaften, unheimliche Legenden und ein blutrünstiges Monster miteinander verbinden, ist die Grundlage für einen klassischen Creature-Horrorfilm geschaffen. Mit Yeti erwartet Genrefans ein frostiger Ausflug in die unbarmherzige Wildnis Alaskas, in der eine Rettungsmission schon bald zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben wird. Der Film orientiert sich dabei an den großen Monsterfilmen vergangener Jahrzehnte und erinnert mit seiner abgeschiedenen Eislandschaft und der Bedrohung durch ein unbekanntes Wesen durchaus an Klassiker wie The Thing. Plaion Pictures veröffentlicht den Horrorthriller am 19. November auf Blu-ray.
Die Geschichte beginnt mit dem spurlosen Verschwinden zweier Männer während einer Expedition in Alaska. Zu den Vermissten gehören der erfahrene Abenteurer Hollis Bannister und der einflussreiche Ölmagnat Merriell Sunday Sr. Als die beiden nicht zurückkehren, macht sich Merriell Sunday Jr. gemeinsam mit einem erfahrenen Suchtrupp auf den Weg, um seinen Vater und dessen Begleiter zu finden. Die Suche führt die Gruppe tief hinein in eine unwirtliche Landschaft aus meterhohem Schnee, gewaltigen Gletschern und endloser arktischer Wildnis. Was zunächst wie eine gefährliche, aber durchaus gewöhnliche Rettungsmission erscheint, entwickelt sich jedoch schnell zu einem Albtraum. Die Männer stoßen auf Hinweise, dass in dieser abgelegenen Region etwas existiert, das eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollte. Tief unter dem Eis verbirgt sich eine uralte Kreatur, die auf Beute lauert und sich als nahezu unaufhaltsamer Gegner erweist. Schon bald wird den Mitgliedern des Suchtrupps klar, dass sie nicht allein in der eisigen Wildnis unterwegs sind. Während das mysteriöse Raubtier immer wieder zuschlägt, schrumpfen ihre Überlebenschancen mit jedem weiteren Angriff. Aus der Suche nach den Vermissten wird ein erbitterter Kampf gegen eine Bedrohung, deren Ausmaß die Gruppe zunächst völlig unterschätzt hat.
Besonders reizvoll ist dabei das winterliche Szenario, das dem Film eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Die eisige Landschaft Alaskas bildet nicht nur eine beeindruckende Kulisse, sondern wird selbst zu einem wichtigen Bestandteil des Horrors. Die Kälte, die Abgeschiedenheit und die scheinbar endlose Weite sorgen dafür, dass die Figuren kaum Möglichkeiten haben, sich in Sicherheit zu bringen. Anders als bei vielen klassischen Monsterfilmen können sie nicht einfach in eine nahegelegene Stadt fliehen oder auf schnelle Hilfe hoffen. Wer sich in dieser Umgebung verirrt oder verletzt wird, hat ohnehin schon schlechte Karten. Kommt dann noch ein menschenfressendes Wesen hinzu, wird die Situation endgültig aussichtslos. Gerade diese Kombination aus Survival-Horror und Creature-Feature bietet reichlich Möglichkeiten für spannende und blutige Momente.
Die Inszenierung setzt dabei ganz bewusst auf die Tradition klassischer Monsterfilme. Statt ausschließlich auf eine moderne digitale Optik zu vertrauen, spielen auch praktische Effekte eine wichtige Rolle. Gerade für Freunde des handgemachten Creature-Horrors ist das eine erfreuliche Entwicklung, denn überzeugende Monstereffekte können einem Film eine ganz besondere Wirkung verleihen. Wenn die Kreatur schließlich ihre Angriffe startet und die vermeintlich sicheren Rückzugsorte der Expeditionsteilnehmer zu Todesfallen werden, kommt die eigentliche Stärke des Films zum Vorschein. Die Bedrohung bleibt nicht nur eine abstrakte Gefahr, sondern wird zu einem greifbaren Gegner, der die Gruppe immer weiter dezimiert. Hinzu kommt eine beklemmende Paranoia, denn in einer Umgebung, in der jeder Schatten eine Gefahr bedeuten könnte, fällt es zunehmend schwer, die Nerven zu behalten. Die Frage, wer als Nächstes zum Opfer wird, sorgt für zusätzliche Spannung.
Auch die Besetzung kann mit bekannten Gesichtern aufwarten. William Sadler, den viele Genrefans unter anderem aus Salem's Lot – Brennen muss Salem kennen, gehört zu den erfahrenen Darstellern des Horror- und Genrefilms. Mit seiner markanten Präsenz ist er eine interessante Besetzung für einen Film, der sich stark an klassischen Horrortraditionen orientiert. Brittany Allen, die unter anderem in Dexter: Original Sin zu sehen war, ergänzt das Ensemble. Gerade bei einem Creature-Feature ist es wichtig, dass die Darsteller die Gefahr und die zunehmende Ausweglosigkeit ihrer Situation glaubhaft vermitteln können. Schließlich lebt ein solcher Film nicht allein von seinem Monster, sondern ebenso von den Menschen, die sich ihm entgegenstellen müssen.
Natürlich dürfte Yeti das Rad des Creature-Horrors nicht neu erfinden. Die Geschichte vom abgelegenen Suchtrupp, der auf eine uralte Bestie trifft, gehört zu den klassischen Motiven des Genres. Doch gerade darin liegt auch ein gewisser Reiz. Wer mit Filmen wie The Thing aufgewachsen ist und Freude an eisigen Schauplätzen, monströsen Kreaturen und handgemachten Effekten hat, dürfte sich über diese Rückbesinnung auf traditionelle Monsterunterhaltung freuen. Statt komplizierter Erzählstrukturen steht der Überlebenskampf im Mittelpunkt, bei dem die Bedrohung immer näher rückt und die Hoffnung auf Rettung zunehmend schwindet.
Mit Yeti erwartet Horrorfans ein frostiger Creature-Thriller, der die Faszination klassischer Monsterfilme aufgreift und mit einer unwirtlichen Eislandschaft, blutigen Kreaturenmomenten und einer gehörigen Portion Survival-Horror verbindet. Die Verbindung zu Filmen wie The Thing weckt hohe Erwartungen bei Genrefans, insbesondere wenn praktische Effekte und eine beklemmende Atmosphäre im Vordergrund stehen. William Sadler und Brittany Allen sorgen für eine interessante Besetzung, während die uralte Bedrohung aus den Tiefen des Eises den eigentlichen Schrecken liefert. Wer Lust auf einen klassischen Monsterfilm hat, bei dem die Temperaturen tief sinken und die Überlebenschancen noch deutlich niedriger liegen, sollte sich den 19. November vormerken. Dann erscheint Yeti bei Plaion Pictures auf Blu-ray.