–
 
 
 
 


Seit seinem Debüt im Jahr 1986 gehört Castlevania zu den bekanntesten Namen der Videospielgeschichte. Was einst als klassisches Actionspiel begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer erfolgreichen Reihe, die mit düsteren Schauplätzen, herausfordernden Kämpfen und einer unverwechselbaren Mischung aus Fantasy und Horror zahlreiche Spieler begeistern konnte. Im Mittelpunkt steht seit jeher der Kampf der Familie Belmont gegen Dracula und die Mächte der Finsternis. Mit der legendären Peitsche Vampire Killer stellen sich die Vampirjäger Generation für Generation den gefährlichen Kreaturen, die aus den Schatten hervortreten.


Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Spielprinzip immer wieder verändert. Während die ersten Abenteuer vor allem auf lineare Level, präzise Sprünge und anspruchsvolle Kämpfe setzten, erweiterte Castlevania: Symphony of the Night 1997 die Reihe um eine weitläufige Spielwelt, zahlreiche Geheimnisse und Rollenspielelemente. Die Verbindung aus Erkundung, neuen Fähigkeiten und actionreichen Auseinandersetzungen wurde zu einem wichtigen Vorbild für das heute als Metroidvania bekannte Genre.
Auch später blieb die Marke ihrem düsteren Grundkonzept treu, entwickelte ihre Spielmechaniken aber kontinuierlich weiter. Neben den Videospielen trugen weitere Medien dazu bei, das Universum rund um die Belmont-Familie einem neuen Publikum näherzubringen. Besonders die Animationsserie machte die Figuren und ihre Konflikte auch außerhalb der Gaming-Welt bekannter.


Mit Castlevania: Belmont’s Curse wird die traditionsreiche Reihe im Jahr ihres 40. Jubiläums fortgesetzt. Gemeinsam mit den Entwicklern Evil Empire und Motion Twin führt Konami die bekannte Vampirjäger-Saga in ein neues Abenteuer. Dabei bleiben die klassischen Stärken erhalten, während moderne Ideen bei der Fortbewegung, den Kämpfen und der Erkundung für frischen Wind sorgen sollen.


Eine neue Generation der Belmont-Familie


Die Geschichte von Castlevania: Belmont’s Curse spielt im Jahr 1499, mehr als zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen von Castlevania III: Dracula’s Curse. Diesmal verschlägt es dich nach Paris, wo eine unheimliche Bedrohung die Stadt heimsucht. Gefährliche Kreaturen verbreiten Angst und Schrecken, während sich hinter den dunklen Gassen und historischen Gebäuden ein noch größeres Geheimnis verbirgt.


Im Mittelpunkt steht Rose Belmont, die Tochter des bekannten Vampirjägers Trevor Belmont. Sie muss sich den Gefahren stellen und herausfinden, was hinter den mysteriösen Ereignissen steckt. Dabei tritt sie in die Fußstapfen ihrer Familie und beweist, dass auch die nächste Generation bereit ist, gegen die Mächte der Finsternis anzutreten.


Paris bietet mit seinen verwinkelten Straßen, düsteren Katakomben und bedrohlichen Gebäuden eine passende Kulisse für das Abenteuer. Die Stadt wirkt wie ein Ort, an dem hinter jeder Ecke eine neue Gefahr lauern könnte. Im weiteren Verlauf führt Roses Reise auch in das geheimnisvolle Schloss, das seit jeher ein fester Bestandteil der Reihe ist. Damit verbindet das Spiel neue Schauplätze mit vertrauten Elementen, die langjährige Fans sofort wiedererkennen dürften.


Die Geschichte greift typische Motive der Serie auf, darunter das Erbe der Vampirjäger, übernatürliche Bedrohungen und den Kampf gegen eine scheinbar übermächtige Dunkelheit. Gleichzeitig erhält das bekannte Universum durch Rose eine neue Perspektive. Ihr Abenteuer soll zeigen, wie sie sich den Herausforderungen stellt und ihren eigenen Platz innerhalb der traditionsreichen Familie findet.


Klassische Action mit neuen Möglichkeiten


Spielerisch orientiert sich Castlevania: Belmont’s Curse an den bewährten Stärken der Serie. Dich erwartet ein zweidimensionales Action-Abenteuer, bei dem präzise Bewegungen, geschicktes Ausweichen und das richtige Timing entscheidend sind. Gleichzeitig spielt die Erkundung eine wichtige Rolle, denn die Spielwelt hält zahlreiche Geheimnisse und versteckte Bereiche bereit.
Das wichtigste Werkzeug bleibt die legendäre Peitsche Vampire Killer. Mit ihr setzt Rose ihren Gegnern zu und hält gefährliche Kreaturen auf Abstand. Darüber hinaus lässt sich die Peitsche für die Fortbewegung einsetzen. An bestimmten Punkten kannst du dich mit ihr festhalten und über Abgründe schwingen. Dadurch entstehen zusätzliche Möglichkeiten, Hindernisse zu überwinden und schwer erreichbare Stellen zu erkunden.


Diese Verbindung aus Kampf und Bewegung passt hervorragend zum klassischen Spielprinzip. Die Peitsche wird nicht nur als Waffe eingesetzt, sondern beeinflusst auch den Umgang mit der Umgebung. Wer ihre Möglichkeiten geschickt nutzt, kann gefährliche Passagen überwinden und sich in bestimmten Situationen einen Vorteil verschaffen.


Neben der Peitsche stehen weitere Waffen zur Verfügung, darunter ein Schwert für direkte Angriffe. Die verschiedenen Ausrüstungsmöglichkeiten sollen dafür sorgen, dass du deine Vorgehensweise an unterschiedliche Gegner und Situationen anpassen kannst. Während manche Auseinandersetzungen einen offensiven Kampfstil begünstigen, können in anderen Momenten eine vorsichtige Herangehensweise und gutes Timing wichtiger sein.


Die Mischung aus schnellen Kämpfen, Sprungpassagen und Erkundung bildet damit das Fundament des Abenteuers. Gerade Fans der klassischen Serienteile dürften sich über die Rückkehr zu einer übersichtlichen 2D-Spielwelt freuen, in der Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen gefragt sind.


Anspruchsvolle Gegner und besondere Fähigkeiten


Natürlich wäre ein Castlevania-Abenteuer ohne eine Vielzahl gefährlicher Kreaturen kaum vorstellbar. Rose bekommt es mit zahlreichen übernatürlichen Wesen zu tun, die sich mit unterschiedlichen Angriffen und Verhaltensweisen bemerkbar machen. Neben gewöhnlichen Gegnern warten mächtige Bossgegner auf dich, die den Kampf deutlich anspruchsvoller gestalten sollen.


Zu den bekannten Figuren gehören unter anderem Tod, Medusa und Carmilla. Mit Jeanne d’Arc kommt außerdem eine weitere geheimnisvolle Gegenspielerin hinzu. Die unterschiedlichen Gegner sorgen dafür, dass du dich immer wieder auf neue Situationen einstellen musst. Statt ausschließlich auf schnelle Angriffe zu setzen, ist es wichtig, gegnerische Bewegungen zu beobachten und passende Gelegenheiten für Gegenangriffe abzuwarten.


Eine besondere Rolle spielt das Arkana-System. Besiegte Bosse lassen sich in Tarotkarten versiegeln, deren Kräfte Rose anschließend nutzen kann. Dadurch erhältst du zusätzliche Fähigkeiten, die dir im Kampf neue Möglichkeiten eröffnen. Dieses System verbindet das Besiegen mächtiger Gegner mit einem Fortschritt, der über das bloße Sammeln neuer Waffen hinausgeht.


Ergänzend dazu gibt es Relikte und weitere Ausrüstungsgegenstände, mit denen sich bestimmte Eigenschaften verbessern lassen. Je nachdem, welche Gegenstände du findest und miteinander kombinierst, kannst du deinen Spielstil entsprechend anpassen. Dadurch gewinnt das Kampfsystem eine zusätzliche taktische Komponente.


Auch die Erkundung ist in diesem Zusammenhang wichtig. Wer abseits der Hauptwege nach versteckten Gegenständen sucht, kann hilfreiche Ausrüstung entdecken und sich damit auf spätere Herausforderungen vorbereiten. Das motiviert dazu, die Spielwelt gründlich zu untersuchen, anstatt sich ausschließlich auf das nächste Ziel zu konzentrieren.


Geheimnisse, Rätsel und versteckte Wege


Ein wesentlicher Bestandteil von Castlevania: Belmont’s Curse ist die Erkundung der miteinander verbundenen Spielbereiche. Neben dem direkten Weg durch die Handlung gibt es zahlreiche Ecken, die genauer untersucht werden wollen. Verborgene Räume, zusätzliche Gegenstände und kleine Rätsel sorgen dafür, dass du dich intensiver mit deiner Umgebung beschäftigen musst.


Dabei orientiert sich das Spiel an den bekannten Metroidvania-Mechaniken. Neue Fähigkeiten können dir Zugang zu Bereichen verschaffen, die zuvor unerreichbar waren. Es lohnt sich deshalb, bereits besuchte Schauplätze später erneut aufzusuchen, sobald Rose zusätzliche Möglichkeiten zur Fortbewegung oder neue Werkzeuge erhalten hat.


Die Peitsche spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie ermöglicht nicht nur Angriffe, sondern hilft auch beim Überwinden von Hindernissen. Zusammen mit den unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten entstehen abwechslungsreiche Plattformpassagen, bei denen Geschicklichkeit und gutes Timing gefragt sind.


Auch Fallen und gefährliche Sprungpassagen gehören zum Abenteuer. Du musst deine Bewegungen sorgfältig planen und auf deine Umgebung achten, während jederzeit ein Gegner auftauchen kann. Dieser Wechsel zwischen Erkundung, Kämpfen und Geschicklichkeitsaufgaben soll dafür sorgen, dass das Spieltempo abwechslungsreich bleibt.


Die düstere Welt in moderner Optik


Visuell bleibt Castlevania: Belmont’s Curse der charakteristischen Atmosphäre der Reihe treu, schlägt bei der Gestaltung aber einen eigenen Weg ein. Die mittelalterlichen Schauplätze, unheimlichen Kreaturen und düsteren Gebäude werden in einer modernen zweidimensionalen Präsentation dargestellt. Dabei treffen dunkle Motive auf eine vergleichsweise farbenfrohe Gestaltung, wodurch sich das Abenteuer von den älteren Serienteilen abheben soll.


Die 2D-Perspektive passt gut zum Spielprinzip. Plattformen, Gegner und Hindernisse bleiben übersichtlich dargestellt, während die Hintergründe für die passende Atmosphäre sorgen. Besonders die unterschiedlichen Schauplätze bieten genügend Möglichkeiten, um die Welt abwechslungsreich zu gestalten. Von den verwüsteten Straßen von Paris über dunkle Katakomben bis hin zu den geheimnisvollen Räumen des Schlosses erwartet dich eine Umgebung, die den typischen Gothic-Charme der Serie aufgreift.


Auch die Musik besitzt bei Castlevania einen besonderen Stellenwert. Seit den frühen Spielen gehören einprägsame Melodien zu den Markenzeichen der Reihe. Der Soundtrack soll die düstere Stimmung unterstreichen und sowohl die Erkundung als auch die Kämpfe passend begleiten. Gerade in einem Abenteuer, das stark von seiner Atmosphäre lebt, kann die musikalische Untermalung entscheidend dazu beitragen, dass die Spielwelt ihre Wirkung entfaltet.


Fazit


Castlevania: Belmont’s Curse für die PS5 führt die traditionsreiche Reihe mit einer neuen Heldin und frischen Ideen fort. Rose Belmont übernimmt die Rolle der Vampirjägerin und stellt sich in Paris einer bedrohlichen Macht, die die Stadt ins Chaos zu stürzen droht. Dabei verbindet das Abenteuer klassische Serienelemente mit modernen Ansätzen bei der Fortbewegung, den Kämpfen und der Erkundung.


Besonders die vielseitige Nutzung der Peitsche verspricht interessante Möglichkeiten. Sie ist nicht nur eine Waffe, sondern hilft auch dabei, Abgründe zu überwinden und verborgene Bereiche zu erreichen. Zusammen mit zusätzlichen Waffen, dem Arkana-System und den unterschiedlichen Bossgegnern ergibt sich ein Spielkonzept, das sowohl Geschicklichkeit als auch taktisches Vorgehen verlangt.


Die Suche nach Geheimnissen und versteckten Gegenständen knüpft an die Stärken früherer Metroidvania-Abenteuer an. Gleichzeitig sorgt die moderne 2D-Präsentation dafür, dass sich die Welt vertraut und dennoch eigenständig anfühlen soll. Paris und das geheimnisvolle Schloss bieten den passenden Rahmen für eine Geschichte, die das Erbe der Belmont-Familie in den Mittelpunkt stellt.


Für langjährige Fans dürfte vor allem die Verbindung aus klassischer Action und erweiterten Erkundungsmöglichkeiten interessant sein. Neueinsteiger können sich auf ein düsteres Fantasy-Abenteuer freuen, das mit Vampiren, Monstern und geheimnisvollen Schauplätzen typische Genre-Elemente aufgreift. Entscheidend wird letztlich sein, wie gut die einzelnen Spielmechaniken zusammenspielen und ob Kämpfe, Rätsel und Erkundung über die gesamte Spielzeit hinweg für Abwechslung sorgen.


Mit Castlevania: Belmont’s Curse bekommt die Reihe ein neues Kapitel, das seine Wurzeln nicht vergessen möchte und gleichzeitig eigene Akzente setzen will. Wenn du klassische 2D-Action, anspruchsvolle Plattformpassagen und düstere Fantasy magst, dürfte das Abenteuer auf der PS5 einen genaueren Blick wert sein.