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Manchmal verbirgt sich hinter einem scheinbar gewöhnlichen Kriminalfall etwas, das jede rationale Erklärung sprengt. Genau mit dieser Erwartungshaltung spielt der Mystery-Thriller „The Cycle“, der mit einer düsteren Atmosphäre, brutalen Horrorelementen und handgemachten Spezialeffekten aufwartet. Der Film verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit Body- und Creature-Horror und versucht dabei, seine Zuschauer Stück für Stück in ein verstörendes Geheimnis hineinzuziehen. Digital ist „The Cycle“ bereits erhältlich. Am 3. Dezember veröffentlicht Tiberius Film den Titel außerdem auf Blu-ray und DVD.


Die Polizei steht vor einem grausamen Rätsel. Zwei Menschen wurden brutal zugerichtet und ermordet aufgefunden. Ganz in der Nähe entdecken die Ermittler eine weitere Leiche. Dabei handelt es sich um einen älteren Mann, dessen Körper bereits halb verwest ist, allerdings keinerlei äußere Verletzungen aufweist. Schnell führt eine Spur zu seiner Tochter Meg, die für die Polizei zunächst die einzige Möglichkeit darstellt, mehr über das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters herauszufinden. Doch je intensiver Meg beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen, desto deutlicher wird, dass hinter dem vermeintlichen Kriminalfall etwas weitaus Unheimlicheres steckt. Sie stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das nicht nur das Schicksal ihres Vaters erklärt, sondern auch weitere entsetzliche Morde ankündigt. Plötzlich liegt es an ihr, die Zusammenhänge zu verstehen und eine weitere Eskalation zu verhindern.


Die Ausgangssituation erinnert zunächst an einen klassischen Mystery-Krimi, bei dem nach und nach neue Hinweise auftauchen und sich ein zunächst undurchsichtiges Puzzle zusammensetzt. Doch „The Cycle“ schlägt relativ schnell eine deutlich härtere Richtung ein. Statt sich ausschließlich auf die Ermittlungen und das Entschlüsseln des Geheimnisses zu konzentrieren, setzt der Film zunehmend auf handfesten Horror. Dabei stehen vor allem die körperlichen Veränderungen, die grotesken Erscheinungen und die Kreaturen im Mittelpunkt. Gerade die Verbindung aus Mystery-Elementen und Body-Horror sorgt für eine interessante Mischung, die sich nicht unbedingt an ein besonders breites Publikum richtet, dafür aber Genrefans einiges zu bieten hat.


Besonders erfreulich ist, dass die Macher bei den Horrorelementen auf handgemachte Spezialeffekte und aufwendige Masken setzen. In einer Zeit, in der viele Produktionen ihre Kreaturen und blutigen Effekte fast ausschließlich am Computer entstehen lassen, besitzen praktische Effekte einen ganz eigenen Reiz. Die sichtbare Arbeit hinter den Masken und Verwandlungen verleiht den grotesken Erscheinungen eine gewisse Greifbarkeit und trägt wesentlich zur unangenehmen Atmosphäre bei. Gerade im Bereich des Creature-Horrors können solche handwerklichen Lösungen einen entscheidenden Unterschied machen. „The Cycle“ nutzt diese Möglichkeiten, um seine düsteren und teilweise verstörenden Bilder wirkungsvoll in Szene zu setzen. Auch die Body-Horror-Momente dürften bei Zuschauern, die es gerne etwas drastischer mögen, für entsprechende Reaktionen sorgen.


Für die Besetzung konnten die Verantwortlichen zudem einige bekannte Gesichter gewinnen. Deborah Ann Woll übernimmt eine zentrale Rolle und dürfte vielen Serienfans aus „Daredevil“ und „The Punisher“ bekannt sein. Dort konnte sie bereits unter Beweis stellen, dass sie auch in düsteren und emotional anspruchsvollen Geschichten überzeugen kann. An ihrer Seite ist Jeffrey Donovan zu sehen, den Kinofans unter anderem aus „Sicario“ kennen. Seine Präsenz verleiht dem Film zusätzliche Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass auch die schauspielerische Besetzung für Genrefreunde interessant ist. Beide Darsteller passen gut in das düstere Umfeld der Geschichte und bilden einen reizvollen Gegenpol zu den zunehmend grotesken Horrorelementen.


Insgesamt richtet sich „The Cycle“ vor allem an Freunde ungewöhnlicher Horrorstoffe, die neben klassischen Schockmomenten auch eine geheimnisvolle Geschichte und handwerklich überzeugende Creature-Effekte zu schätzen wissen. Die Verbindung aus Kriminalfall, Mystery-Thriller und Body-Horror bietet eine interessante Grundlage, während die handgemachten Masken und Spezialeffekte für den nötigen Genrecharme sorgen. Wer mit drastischen Bildern, grotesken Kreaturen und einer düsteren Grundstimmung etwas anfangen kann, sollte dem Film eine Chance geben. Die prominente Besetzung mit Deborah Ann Woll und Jeffrey Donovan ist ein zusätzlicher Pluspunkt.


Digital ist „The Cycle“ bereits verfügbar. Wer den Mystery-Thriller lieber in der heimischen Filmsammlung stehen haben möchte, kann ab dem 3. Dezember zur Blu-ray oder DVD von Tiberius Film greifen.